Dichtheitsprüfung DIN 1986 Teil 30

Dichtheitsprüfung in Ulm & Neu-Ulm

Wir Prüfen Ihre abwassertechnischen Anlagen nach:

- DIN EN 1610

- DIN 1986 Teil 30

- DWA - A 142

Was bedeutet Dichtheitsprüfung DIN 1986 Teil 30?

Die Dichtigkeit der entsprechenden Rohrleitungen ist bei der Be- und Entwässerung von Gebäuden oder Grundstücken von essentieller Bedeutung. Unabhängig vom Material gibt es zwar nie absolute Dichtigkeit, doch muss sie der realen Situation angepasst unter entsprechenden Rahmenbedingungen stets gegeben sein.
Während für Neubauten die Dichtheitsprüfung nach DIN EN 1610 zur Anwendung kommt, gilt im Rahmen der Neuregelung der technischen Normen für bereits im Betrieb befindliche Grundstücksentwässerungen seit Februar 2012 die Dichtheitsprüfung DIN 1986 Teil 30. Im Wortlaut kommt sie zur Anwendung bei „Entwässerungsanlagen für Gebäude und Grundstücke“. Im Speziellen regelt sie deren Instandhaltung. Damit wird vor allem einem gestiegenen Umweltbewusstsein und dem entsprechenden gesetzlichen Rahmenwerk Rechnung getragen. In vielen Gegenden ist die Erschließung von Neubaugebieten eher rückläufig, insbesondere in Städten (auch wenn bisweilen eine Nachverdichtung oft heftig diskutiert wird). Deshalb gewinnen die Sanierung und gegebenenfalls der Ausbau bestehender Entwässerungsanlagen zunehmend an Bedeutung.

In welchem Bereich gelten die Vorschriften nach Dichtheitsprüfung DIN 1986 Teil 30?

Die DIN 1986-30 umfasst den gesamten privaten Grundstücksbereich und deckt damit sowohl Gebäudeentwässerung (geregelt nach DIN EN 12056) als auch Grundstücksentwässerung (DIN EN 752) ab. Die letzte DIN kommt auch bei der Entwässerung des öffentlichen Raumes zum Tragen; da dieser allerdings jenseits der Grundstücksgrenze liegt, fällt dies in den Aufgabenbereich der Kommune. Dichtheitsprüfung Ulm unterhält Stützpunkte in Ulm und Neu-Ulm, aber auch im weiteren Umland wie Ehingen, Geislingen an der Steige, Göppingen oder Blaubeuren.

Wie wird eine Dichtheitsprüfung DIN 1986 Teil 30 durchgeführt?

In den meisten Fällen genügt zur Prüfung eines Hausanschlusses eine optische Kontrolle. Hierzu wird nach der Sanierung und Kanalreinigung (Durchspülen mit Hochdruck-Düsen, um lose Ablagerungen und Schmutz zu entfernen) eine Rohrkamera verwendet. Dabei sollen auch gegebenenfalls Änderungen im Entwässerungsplan des Grundstücks ergänzt oder neu angelegt werden. Wenn bei dieser einfachsten Form der Prüfung Schäden zu erkennen sind oder etwa Grundwasser eintritt, sind eingehendere Tests erforderlich. Auch in Fällen, in denen keine optische Prüfung möglich ist, muss eine Dichtheitsprüfung mit Luft oder Wasser erfolgen. Eine solche Dichtheitsprüfung wird DR2 genannt (DR1 kommt analog nach DIN EN 1610 bei Neubauten zum Einsatz).
Bei bestehenden Gebäudeentwässerungen werden die Leitungen bei einem Wasserstand von 50 cm über dem Rohrscheitel (mindestens aber bis zur Höhe der Rückstauebene) geprüft. Aus Gründen der Praktikabilität wird häufig bis zur Oberkante der tiefsten Entwässerungsöffnung geflutet. Bei einer Wasserzugabe von bis zu 0,2 Litern pro Quadratmeter der inneren Rohroberfläche liegt die Prüfzeit bei 15 Minuten. Eine Vorfüllzeit ist nicht vorgeschrieben.
Bei Grundstücksentwässerungen kann die Dichtheitsprüfung nach DIN 1986 Teil 30 auch mit Druckluft erfolgen. Hierbei sind folgende Parameter vorgeschrieben:

  • Prüfdruck: 100 mbar = 10 kPa
  • maximal zulässiger Druckabfall: 15 mbar = 1,5 kPa
  • Beruhigungszeit: 10 mal Innendurchmesser der Rohrleitung (in m); Die Zeit ist in Minuten anzugeben.
  • Die Prüfzeit (in Sekunden) nach der Beruhigungszeit orientiert sich abhängig von den Nennweiten DN an folgenden Werten: DN 100 – 1 Minute; DN 200 – 2 Minuten; DN 300 – 3 Minuten

Welche speziellen Regelungen gibt es?

Nach der Dichtheitsprüfung DIN 1986 Teil 30 sind nicht sämtliche Abwasserleitungen zu prüfen. Besonders wichtig sind alle im Erdreich verlaufenden Leitungen für Misch- und Schmutzwasser. Umgekehrt müssen aber auch Niederschlagswasserleitungen unter bestimmten Umständen geprüft werden, zum Beispiel wenn sie behandlungsbedürftiges Regenwasser führen.
Die Zeitspannen, in denen geprüft werden muss, unterscheiden sich je nach Lage des Grundstücks (aus verständlichen Gründen in oder an der Grenze zu einem Wasserschutzgebiet häufiger) und Art des Abwassers (häuslich oder gewerblich). Dichtheitsprüfung Ulm erteilt gerne weitere Auskünfte.
Die DIN regelt darüber hinaus die Dokumentationspflicht. Neben der Auflistung eventueller Schäden inklusive Schadencodes wird hier ihre Bewertung im Hinblick auf gegebenenfalls notwendige Sanierungen protokolliert. Auch hier steht Dichtheitsprüfung Neu-Ulm mit Rat und Tat zur Verfügung.

Details zur Sanierung einer Entwässerungsanlage

Entsprechend der gesetzlichen Regelungen muss die Sanierung von einem entsprechenden Fachbetrieb ausgeführt werden. Eine Sanierung hat bei jeder Störung zu erfolgen, unabhängig, ob bei einer Sichtprüfung Schäden auszumachen waren, oder bei einer Prüfung mit Druck undichte Stellen entdeckt wurden. Bei mehreren auftretenden Schäden wird die Sanierungspriorität generell vom schwersten Einzelschaden bestimmt. Die Schwere der Schäden beeinflusst unmittelbar die Priorität und damit die Handlungsfristen. Bei höchster Priorität und hohen oder sehr hohem Sanierungsumfang hat die Sanierung so bald wie möglich zu erfolgen. Als maximale Frist sind hier sechs Monate gesetzt. Um „Flickschusterei“ zu verhindern, sollen im Rahmen der Wirtschaftlichkeit sämtliche Schäden saniert werden. Bei mittlerer Priorität und mittlerem bis eher geringem Umfang soll die Sanierung zumindest mittelfristig, das heißt in maximal fünf Jahren angegangen werden. In diesem Fall ist es auch legitim, einzelne Reparaturen vorzuziehen und mit einer Generalsanierung bis zu den nächsten größeren Umbauarbeiten zu warten. Allerdings gilt auch hier die Frist von fünf Jahren. Einen Sonderfall stellen Schäden kleinster Prioritätsstufe mit sehr geringem Sanierungsumfang dar. Solche Schäden müssen, wenn nicht anders veranlasst, erst bis zur nächsten regulären Prüfung behoben werden. Dichtheitsprüfung Ulm respektive Dichtheitsprüfung Neu-Ulm verfügt über einen 24 Stunden-Notdienst, steht also auch kurzfristig zur Verfügung.
Gegebenenfalls können kommunale Behörden andere Fristen setzen, aber sonst sind die oben genannten Zeiträume generell einzuhalten. Bei Nichteinhaltung können die entsprechenden Behörden Ordnungswidrigkeitsverfahren einleiten, die sich bis zu strafrechtlicher Verfolgung gemäß §324 Strafgesetzbuch (Gewässer- und Bodenverunreinigung) ausweiten können.
Die Ansprechpartner von Dichtheitsprüfung Ulm/Dichtheitsprüfung Neu-Ulm beraten Sie gerne, welches Sanierungsverfahren bei einem gegebenen Schaden ökologisch und ökonomisch am Sinnvollsten ist. Bei sehr großen Schäden ist oft eine komplette Neuverlegung der Bodenleitungen in einem offenen Graben die wirtschaftlich sinnvollste Möglichkeit.
Einen Sonderfall stellen Schäden unterhalb der Bodenplatte des Kellerfußbodens dar. Hier gilt es sorgfältig abzuwägen, ob die aufwändige Prozedur vom Öffnen des Bodenbelags, Beheben der Schäden an den Rohrleitungen bis zum abschließendem Verschließen und der Wiederinstandsetzung des Bodens überhaupt ökonomisch vertretbar ist. In einem solchen Fall ist die Stilllegung sämtlicher defekter Leitungen und die Installation neuer Sammelleitungen oft eine sinnvollere Lösung. Dieses Vorgehen bietet darüber hinaus den Vorteil, dass bei neuen Sammelleitungen im Gebäude keine weiteren Prüfungen vorgeschrieben sind. Dichtheitsprüfung Ulm verfügt über die notwendige Erfahrung und das Know-how, auch solche komplizierten Projekte zeitnah zu einem für allen Beteiligten guten Abschluss zu bringen.

Qualifikation und nötige Technik

Die DIN 1986-30 regelt im Abschnitt 14 auch die Anforderungen an Qualifikation und Ausrüstung der Betriebe. Der Sachkundenachweis muss dem Auftraggeber unaufgefordert vom Fachbetrieb nachgewiesen werden, um eine normgerechte Ausführung der Dichtigkeitsprüfung zu gewährleisten. Die Vorlage eines solchen Nachweises ist bei Dichtheitsprüfung Neu-Ulm selbstverständlich. Unter Umständen sind noch weitere Anforderungen hinsichtlich landesgesetzlicher und/oder kommunaler Qualitätsanforderungen erforderlich. Beim Nichtbestehen solcher weiterer gesetzlicher Vorgaben gibt es für den Auftraggeber dennoch ein sicheres Qualitätsmerkmal. Dies ist das RAL-Gütesiegel Grundstücksentwässerung (RAL-GZ 968).
Selbstverständlich stellt Dichtheitsprüfung Neu-Ulm sämtliche entsprechend der Vorgaben erforderlichen Geräte und Betriebsmittel funktionsfähig auf der Baustelle zur Verfügung.